Das SCHIESSLHAUS AiR ist ein internationales Künstlerhaus im denkmalgeschützten und preisgekrönten „Schießl-Haus“ in Kollnburg im Bayerischen Wald. Es ist ein Ort für künstlerische Inspiration, Interaktion und Intervention.

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Projekt

Das SCHIESSLHAUS AiR ist ein Künstlerhaus mit internationalem Artist-in-Residence-Programm im denkmalgeschützten „Schießl-Haus“ in Kollnburg im Bayerischen Wald. Es ist Atelierhaus für professionelle Künstler:innen und Kreative und zugleich ein kultureller Veranstaltungsort.

Das AiR-Programm verbindet ein Künstler:innenresidenzprogramm mit einem vielfältigen Bildungs- und Vermittlungsprogramm. Ausstellungen, Vortragsreihen, Workshops, Netzwerktreffen, Künstleräche und Offene Ateliers schaffen Räume für Begegnung, Austausch und Dialog. Im Mittelpunkt stehen die Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst und Kultur sowie die Stärkung kultureller und demokratischer Bildung und Teilhabe.

Seit 2018 wurde das Vorhaben von Katrin Savvulidi und Anna-Helena Klumpen entwickelt und 2022 das Künstlerhaus SCHIESSLHAUS AiR gegründet. Im selben Jahr konnte die Gemeinde Kollnburg als Trägerin gewonnen werden. Von 2022 bis 2026 leiteten Savvulidi und Klumpen das SCHIESSLHAUS AiR und realisierten öffentlich geförderte Artist in Residence-Programm mit wechselnden thematischen Schwerpunkten. Seit September 2026 liegt die Künstlerische Leitung bei Judith Bauernfeind, die institutionelle Leitung bei Anna-Helena Klumpen.
 
2022: lebt und arbeitet in …
Das erste Residenzprogramm widmete sich dem Themenschwerpunkt „lebt und arbeitet in …“. Die häufig in Künstlerbiografien verwendete Formulierung wurde im Rahmen des AiR-Programms zur Diskussion gestellt und auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen bezogen.

2023: LAND — STADT
2023 stand das Verhältnis von Stadt und Land im Mittelpunkt. Das Begriffspaar „LAND — STADT“ verweist auf Gegensätze ebenso wie auf Beziehungen, Abhängigkeiten und Eigenständigkeiten. Im Rahmen des AiR-Programms wurden diese Dynamiken aus künstlerischer und kultureller Perspektive hinterfragt und neu perspektiviert.

2024: KUNST UND DEMOKRATIE
2024 stand im Zeichen der Demokratie. Mit dem Projekt „Kunst und Demokratie im Bayerischen Wald“ begann im Rahmen des Bundesprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ die Entwicklungsphase für ein langfristig angelegtes regionales Kulturvorhaben.

2025–2030: DEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLE
Von 2025 bis 2030 wird „DEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLE“ als eines von 30 ausgewählten regionalen Kulturvorhaben im Bundesprogramm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ gefördert.

Der Landkreis Regen, das SCHIESSLHAUS AiR der Gemeinde Kollnburg und das Bild-Werk Frauenau e.V. haben sich gemeinsam mit weiteren regionalen Akteur:innen zu einem vielschichtigen Partnernetzwerk vereint. Mit Artist-in-Residence-Programmen und vielfältigen künstlerischen-kulturellen Beteiligungsformaten verbindet das Projekt künstlerische Praxis, kulturelle Teilhabe und demokratische Bildung.

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Vision

Förderung von zeitgenössischer Kunst

FORSCHUNG
PRODUKTION
PRÄSENTATION
VERMITTLUNG
DISKURS

Das Schaffen von Räumen für künstlerisch-kreatives Denken, Handeln und Forschen gehört zu den wichtigen Bestandteilen des Artist in Residence-Programms. Im Zentrum stehen die fünf Kernbereiche Forschung, Produktion, Präsentation, Vermittlung und Diskurs. Das SCHIESSLHAUS AiR schafft die Rahmenbedingungen für unabhängige künstlerische Forschung und Produktion, Raum für kreative Experimente und Diskurs, bietet mit wechselnden Veranstaltungsformaten eine öffentlichkeitswirksame Präsentations- und Vermittlungsplattform und ermöglicht den Aufbau langfristiger und nachhaltiger Netzwerke.

ZEIT
FREIRAUM
PROZESSHAFTIGKEIT
BEGEGNUNG

Die Aspekte Zeit, Freiraum, Prozesshaftigkeit und Begegnung stehen im Mittelpunkt des Residenzprogramms. Vielmehr als ein „fertiges“ oder „abgeschlossenes“ Kunstwerk zu präsentieren, bietet das SCHIESSLHAUS AiR Zeit, Raum und finanzielle Unterstützung für künstlerische, kreative, ergebnisoffene und interdisziplinäre Prozesse.

Förderung von Begegnungen, Kooperationen und Netzwerken

Das SCHIESSLHAUS AiR versteht sich als COMMON SPACE – als ein Ort der Begegnung und des Dialogs, der Partizipation und der Reflexion, an dem internationale Künstler:innen und lokale Gemeinschaften innerhalb eines offenen und diskriminierungsfreien Raumes zusammentreffen; am dem neue Formen der Zusammenarbeit und wechselseitige Lernprozesse ermöglicht und gefördert werden. Als „Ort des Gemeinschaffens“ bietet das SCHIESSLHAUS AIR gemeinsame Lebens- und Arbeitsräume auf der Grundlage von Kooperationen und Vernetzungen. Dies ist, was die Wortneuschöpfung COMMONING beziehungsweise „gemeinschaffen“ zum Ausdruck bringt: im Fokus stehen die dem Projekt zugrunde liegenden Handlungen und Prozesse.

Interkultureller Dialog, ortsspezifisches Arbeiten, die Entwicklung neuer Konzepte und Arbeitsfelder, in inhaltlichem Dialog zwischen den Gastkünstler:innen und ihrem Umfeld – das heißt, den Menschen und Gegebenheiten vor Ort – stehen im Zentrum des AiR-Programms. Ziel ist es, beständige Netzwerke und langfristige Beziehungen zu schaffen, zwischen urbanen und ländlichen Räumen.

Die individuellen Praktiken und künstlerischen Positionen der Gastkünstler:innen, die internationalen und interdisziplinäre Dynamiken während jedes Residenzzeitraums, die Kooperation mit den Projektpartner:innen und die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung machen jede „gemeingeschaffene“ Veranstaltung des Artist-in- Residence Programms einzigartig, andersartig und besonders. Das SCHIESSLHAUS AiR ist ein Ort, an dem Erfahrungen gesammelt, Wissen und Ressourcen geteilt, Kontakte aufgebaut und Netzwerke geknüpft werden – während der Residency und darüber hinaus.

„Zugänglichkeit der Ateliers, künstlerisch-pädagogisches Bildungsprogramm und Zusammenarbeit mit lokalen Kulturakteuren führen zu einem intensiven dialogischen Austausch zwischen lokalem Umfeld und Stipendiat:innen. Der Austausch erfolgt multidimensional und beinhaltet ein Programm, das auf allen Ebenen des künstlerischen Schaffensprozesses wirkt. Mit den Grundprinzipien Dialog und Partizipation greift das SCHIESSLHAUS AiR den State of the Art der aktuellen Residenzforschung auf und entwickelt ihn im regionalen Kontext weiter.“

Dr. Johannes Crückeberg, Leibniz Universität Hannover

„Das Residenzprogramm trägt mit seinem interdisziplinären und interkulturellen Austausch von Wissen wesentlich zur Förderung von Solidarität und Toleranz und somit zur Entwicklung einer offenen Gesellschaft bei. Durch die Strategie des Dialogs und des Austauschs entsteht eine netzwerkbasierte Struktur, von der sowohl die Teilnehmer:innen des Programms als auch die lokale Kunst-und Kulturszene in mehrfacher Hinsicht profitieren können.“

Hubert Huber, Künstler, BBK Niederbayern

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Künstlerhaus

RÄUMLICHKEITEN

Die moderne und zweckmäßige Einrichtung des Künstlerhauses schafft optimale Wohn- und Arbeitsbedingungen.

Im Erdgeschoss befinden sich die Gemeinschaftsbereiche: eine gemütliche Wohnstube mit Holzofen, eine voll ausgestattete Küche mit Sitzbereich, eine Lager- und Abstellkammer, und zwei Sanitärräume (Bad mit WC und Gäste-WC). Das Obergeschoss ist aufgeteilt in drei großzügige, individuelle Schlaf- und Arbeitsräume, darunter ein Zimmer mit eigenem Waschbecken und abgetrennter Stube. Ein weiterer geräumiger Individualraum befindet sich im Dachgeschoss.

Das lichtdurchflutete, gemeinschaftliche Arbeitsatelier liegt im Obergeschoss. Das Atelier besteht aus einem ca. 22 qm großen Arbeitsraum mit zwei großen Fenstern, einer nach Außen führenden Stadeltür und einem innen liegenden Waschbecken. In allen Zimmern befinden sich Schreibtische, so dass auch dort individuell gearbeitet werden kann. Garten und Balkon sind nach Südosten ausgerichtet und fassen die Außenbereiche des Hauses zusammen.

Die Gastkünstler:innen können die Räumlichkeiten des Künstlerhauses während ihres Residenzaufenthalts in gegenseitiger Abstimmung frei gestalten und nutzen. Die räumliche Nutzungsform ist als flexibles und veränderbares Konzept zu verstehen, das insbesondere auch im Hinblick auf die Ausstellung der künstlerischen Projekte unterschiedliche Möglichkeiten und Formate bietet. Neben dem Innenbereich kann auch der Außenbereich des Hauses als Präsentationsfläche genutzt werden.

AUSSTATTUNG

Im gesamten Haus gibt es WLAN. Handtücher und Bettwäsche werden gestellt. Die Künstler:innen sind selbst für ihre Arbeitsmaterialien verantwortlich. Zur gemeinsamen Nutzung stehen Beamer, Drucker und eine Grundausstattung an Werkzeug zur Verfügung. Waschmaschine und Trockner sind vorhanden.

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„Das Residenzprogramm des Künstlerhauses SCHIESSLHAUS AiR stellt neben der Honorierung künstlerischer Arbeit auch Atelier-, Wohn- und Ausstellungsräume zur Verfügung und trägt somit zur Optimierung der Arbeitsbedingungen für Recherche, Konzeption und Umsetzung von Kunstprojekten bei. Räume, die zur Ideenfindung, zum Experimentieren, für die Ausarbeitung, Entwicklung und Präsentation künstlerischer Projekte genutzt werden können, sind für Künstler:innen und die lokale Gemeinschaft von großem Wert. Das denkmalgeschützte Schießl-Haus in der Dorfmitte Kollnburgs ist geradezu prädestiniert für eine künstlerische und kulturelle Nutzung.“

Hubert Huber, Künstler, BBK Niederbayern

„Das denkmalgeschützte Schießl-Haus in Kollnburg zwischen München und Prag eignet sich hervorragend als Raum für kreative Experimente. Als eines der letzten historischen Handwerkerhäuser des Bayerischen Walds verbindet es Vergangenheit und Zukunft.“

Peter Haimerl, Architekt

LAGE

Kollnburg – Ein Burgdorf im Bayerischen Wald

Kollnburg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort inmitten des Naturparks Bayerischer Wald, idyllisch angesiedelt auf einem Bergrücken zwischen dem Luftkurort Viechtach und dem Wintersportzentrum St. Englmar am historischen „Baierweg“. Das mit zwei Denkmalpreisen ausgezeichnete „Schießl-Haus“ zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Burgdorfs. Es steht in prominenter Lage mitten im Dorfkern, gleich gegenüber des Kollnburger Rathauses und am Fuße der Burgruine – dem Wahrzeichen Kollnburgs.

Die Gemeinde Kollnburg liegt in der Urlaubsregion „Viechtacher Land“ inmitten des Naturparks Bayerischer Wald, nördlich des 1050m hohen Pröller zwischen Viechtach (5 km) und Sankt Englmar (6 km). Bogen und Regen sind jeweils 27 km entfernt, während es nach Deggendorf und Cham jeweils 31 km sind.

„Gerade weil der Bayerische Wald nicht künstlerisch dominiert und vorgeprägt ist, kann dort jede neue Kreation sichtbar werden – jedes Forschungsprojekt und jede Kooperation wird aufmerksam verfolgt. Gerade weil man gesellschaftsrelevante Themen vor einem unvoreingenommenen Hintergrund diskutieren kann, sieht man die Brücken, die zwischen Ideen und Menschen verschiedenster Herkunft gebaut werden können.“

Peter Haimerl, Architekt

„Das Vorhaben, einen kulturellen Begegnungsort in der wunderschönen Landschaft des Bayerischen Waldes zu gründen, ist ein sehr wichtiger Schritt, um die Kulturproduktion zu dezentralisieren und außerhalb der großen bayerischen Städte zu fördern. Die intensivsten und einprägsamsten Artist-in-Residence-Programme, an denen ich teilgenommen habe, waren gerade die in eher kleineren Städten. In einer solchen Umgebung können sich die Kunstschaffenden leichter orientieren und ihren Arbeitsrhythmus finden, wodurch sich auch eine stärkere Verbindung zu den lokalen Akteuren ergibt.“

Diogo da Cruz, Künstler, Akademie der Bildenden Künste München

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Team

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JUDITH BAUERNFEIND
Künstlerische Leitung
Kulturwissenschaftlerin, M.A.

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ANNA-HELENA KLUMPEN
Institutionelle Leitung
Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaftlerin, M.A.

Anna-Helena Klumpen ist Kuratorin, Kulturmanagerin und Kunstvermittlerin. Im Anschluss an ein binationales Bachelorstudium in Europäischer Medienkultur/Culture des Médias Européens an der Bauhaus-Universität Weimar und der Université Lumière Lyon II absolvierte sie einen internationalen Forschungsmaster in Cultural Analysis an der Universiteit van Amsterdam. Sie war Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne/Kunsthistorisches Institut und lehrte als Dozentin an der Bauhaus-Universität Weimar in den Fachbereichen Medienkunst/Mediengestaltung und Medienkultur. 2022 gründete sie zusammen mit Katrin Savvulidi das Künstlerhaus SCHIESSLHAUS AiR in Kollnburg. Seit 2023 kuratiert sie zudem künstlerische Workshops in der Villa Waldberta, dem internationalen Künstlerhaus der Stadt München.
 
Anna hat das SCHIESSLHAUS AiR mitbegründet und leitet seit September 2025 das Aller.Land-Projekt DEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLE auf Landkreisebene.

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Förderer und Partner 2022

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Förderer und Partner 2023

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Förderer und Partner 2024

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Förderer und Partner 2025-2030

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